SAVE THE DATE: PSZ im Dialog

PSZ im Dialog: Zwischen Bedarf und Realität –

Wie gelingt die psychosoziale und psychiatrische Versorgung von Geflüchteten in Mecklenburg-Vorpommern?

 

Wann: 2.9.26 / 16 - 18 Uhr

Wo: Bergstraße 10 in 18057 Rostock ( Räumlichkeiten der Rostocker Stadtmission, Erdgeschoss)

Geflüchtete Menschen haben häufig Krieg, Verfolgung, Gewalt oder lebensbedrohliche (Flucht)Erfahrungen erlebt. Auch nach dem Ankommen in der Aufnahmegesellschaft werden restriktive Lebensbedingungen häufig zu Postmigrationsstressoren. Viele leiden unter psychischen Belastungen oder Traumafolgestörungen und benötigen eine spezialisierte psychosoziale und psychiatrische Versorgung.

Gleichzeitig bestehen in den Regelstrukturen enorme Hürden u.a. durch Sprachbarrieren oder unzureichende Sensibilisierung. Spezialisierte Angebote, wie in den PSZs, sind durch finanzielle Lücken bedroht und erleben gleichzeitig eine permanent hohe Nachfrage. Eine systematische Früherkennung besonderer Schutzbedarfe erfolgt bisher in den Erstaufnahmeeinrichtungen nicht. Mit der Umsetzung der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) sollen u.a. schnellere Asylverfahren und freiheitsentziehende Unterbringungen einhergehen.

Umso wichtiger werden eine frühzeitige Identifizierung und der wirksame Schutz besonders schutzbedürftiger Geflüchteter. Verschiedene Fachverbände weisen darauf hin, dass besonders Schutzbedürftige unter den neuen Rahmenbedingungen Gefahr laufen, nicht rechtzeitig erkannt zu werden und somit notwendige Unterstützung zu spät oder nicht zu erhalten und Verfahrensgarantien zu verlieren.

Welche Hürden erschweren Geflüchteten derzeit den Zugang zu psychosozialer und psychiatrischer Versorgung? 

Wie gelingt eine bedarfsgerechte Versorgung ? Welche Maßnahmen sollten in den nächsten zwei Jahren Priorität haben, um die psychosoziale Versorgung von Geflüchteten in Mecklenburg-Vorpommern nachhaltig zu stärken?

Welche Auswirkungen auf besonders Schutzbedürftige sind durch GEAS zu erwarten und welche Chancen der Verbesserung bietet GEAS ?

Diese und weitere Fragen möchten wir gemeinsam mit Expert*innen aus Praxis, Politik, Zivilgesellschaft und Fachvertretungen diskutieren.

Teilnehmende:

  • Ärztekammer MV  (angefragt)
  • Prof. Dr. Barbara Bräutigam, Vertreterin der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer (OPK)
  • René Fuhrwerk, Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen
  • Florian Fröhlich, Sozialarbeiter einer Gemeinschaftsunterkunft, Ökohaus e. V. Rostock
  • Jana Michael, Landesintegrationsbeauftragte Mecklenburg-Vorpommern
  • Lars Müller, Flüchtlingsbeauftragter der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland 
  • Nurgül Senli - Die Linke, Kreisverband Rostock, Landesvorstand Die Linke MV (angefragt)
  • Martina Tegtmeier, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern sowie Sprecherin für Innen- und Kommunalpolitik
  • Ulrike Wanitschke, Psychosoziales Zentrum Rostock für Geflüchtete & Migrant*innen, Einrichtungsleitung

 

Moderation: Katapult MV (angefragt)

 

Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte aus dem Gesundheits- und Sozialwesen, Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung, Mitarbeitende der Geflüchtetenhilfe und Interessierte.

Diskutieren Sie mit uns darüber, wie eine bedarfsgerechte psychosoziale und psychiatrische Versorgung von Geflüchteten in MV gewährleistet werden kann – auch im Kontext der bevorstehenden GEAS-Umsetzung.