Ansatz
Unser Ansatz
In Anlehnung an das SCCM und MHPSS Konzepte versuchen auch wir durch ein niedrigschwelliges Angebot über psychosoziale Beratung, Gruppenbetreuung, Kunsttherapie, psychologische Beratung und Vernetzung mit anderweitigen Therapiestellen eine stufenweise Versorgung zu erreichen.
Geflüchtete mit manifester psychischer Erkrankung oder erlebten Traumata haben einen anderen Bedarf als diejenigen, die vordergründig mit Diskriminierung oder sozialer Isolation konfrontiert sind oder sich im kulturellen Anpassungsprozess befinden. Im Fokus stehen damit der Umgang mit den postmigratorischen und psychosozialen Belastungen sowie den Stressoren, mit denen Geflüchtete unweigerlich konfrontiert sind.
Wir als PSZ Rostock wollen unseren Klient*innen damit bei psychischen und somatischen gesundheitlichen Fragen unterstützen, Hilfestellungen geben und sie stärken, ihre persönlichen Ressourcen in einer anderen Kultur aufbauen und soziale Netzwerke knüpfen zu können. Empowerment, Inklusion, Schutz vor Gewalt als auch die Früherkennung von psychischen Erkrankungen und ein sicherer Zugang in die Regelversorgung sind unser Anliegen.
Wie wir arbeiten
Zuweisungen über unsere Website gelangen automatisch auf unsere Warteliste. Einmal in der Woche bespricht unser Team die neuen Fälle und versucht hierbei bereits zu priorisieren. Priorisierungen bedeutet eine schnellere Anbindung an unsere Beratungen und sind bspw. bei prekären Wohnverhältnissen, aufenthaltsrechtlichen Fragen oder schwierigen Familiensituationen gegeben. In der Regel geben wir eine kurze Rückmeldung über die Aufnahme auf unsere Warteliste. Bitte beachten Sie, dass nicht alle Personen bei uns versorgt werden können und wir es uns vorbehalten, Fälle abzulehnen.
Bei freien Kapazitäten laden unsere Mitarbeitenden neue Klient*innen zu einem Erstgespräch ein. Basierend darauf wird dann geschaut, welche weiteren Beratungen und Behandlungen im PSZ Rostock möglich und notwendig sind.
Aufgrund unserer begrenzten Kapazitäten ist es uns nicht möglich, jeder Person alle Formen der Beratungen anzubieten. Daher schauen wir gemeinsam, welche Themen für die Klient*innen vordergründig sind und was wir dementsprechend anbieten können.
Die Kapazitäten in unserer psychologischen sowie kunsttherapeutischen Sprechstunde sind begrenzt. Daher können wir keine langfristige Therapie anbieten, sondern eher entlastend und psychoedukativ zur Seite stehen. Wir ermutigen Klient*innen auch Gruppenangebote wahrzunehmen, um Themen zu vertiefen und Ressourcen zu aktivieren.
Was wir nicht anbieten können
Die Versorgung akuter Notfälle und Suizidalität können wir nicht leisten. Bitte wenden Sie sich hierfür an die Notaufnahme der jeweiligen Klinik.
Unsere Zielgruppe sind vorrangig geflüchtete Personen und Migrant*innen aus Rostock sowie dem umliegenden Landkreis. Teilweise nehmen wir auch Personen aus anderen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns auf. Eine Versorgung von Personen außerhalb MV oder Beratungsanfragen außerhalb Deutschlands können wir nicht anbieten. Für psychosoziale Versorgung in anderen Teilen Deutschlands informieren Sie sich gerne hier.
In unserem Zentrum bieten wir niedrigschwellige psychosoziale Beratungen an. Eine langfristig angelegte Psychotherapie können wir nicht anbieten. Gerne unterstützen wir jedoch bei der Suche nach einem geeigneten Platz.
Da wir nicht über einen Kassensitz verfügen, können wir ebenfalls keine Rezepte ausstellen. Unsere Ärzt*innen können jedoch über Medikamentenempfehlungen mit Hausärzt*innen zusammen arbeiten.
BaFF
Bundesweit koordiniert wird die Arbeit der psychosozialen Zentren durch den Bundesverband Psychosozialer Zentren - Versorgung nach Folter, Krieg und Flucht (BAFF e.V.), welcher sich grundlegend für eine strukturelle Besserung in der Gesundheitsversorgung von Geflüchteten einsetzt. Das PSZ Rostock ist Mitglied der BAFF. Bei uns arbeiten sowohl ehemalige als auch aktuelle Vorstandsmitglieder.