Alles neu macht der Mai: Veränderungen im PSZ Rostock!

Zum 30. April endete nach 5 Jahren unsere Trägerschaft beim Ökohaus e.V. Rostock - eine Zeit des Wachsens und der Professionalisierung, in der wir im AMIF-Projekt "Hürden nehmen - psychosoziale Versorgung für Geflüchtete" und anderen Projekten eine vielseitige psychosoziale und psychiatrische Unterstützungs- und Beratungsstruktur für Geflüchtete in Rostock aufbauen und Sensibilisierungsarbeit in fachlichen Netzwerken, Verwaltung und Politik vorantreiben konnten.  

Die letzten Monate waren von Unsicherheit geprägt - für uns, unsere Klient*innen und alle, die mit uns mitfieberten und uns unterstützten. Für uns war dennoch klar: Das PSZ Rostock muss erhalten bleiben. Denn für unsere Klient*innen sind wir häufig die einzige Anlaufstelle in schwierigen Zeiten und Krisen.

Im Mai hat ein neuer Abschnitt begonnen: Wir können die frohe Botschaft verkünden, dass der Fortbestand des PSZ Rostock gesichert ist und wir eine Einrichtung der Diakonie Rostocker Stadtmission geworden sind! Mit der Stadtmission haben wir einen Partner an der Seite, der uns in herausfordernden Zeiten Rückhalt bietet. Während gerade an vielen Stellen gekürzt und Strukturen abgebaut werden, konnten wir so das PSZ Rostock aufrechterhalten. Einen herzlichen Dank an alle, die daran mitgewirkt haben!

So unterstreicht auch Reinhard Behrens, Vorstand der Rostocker Stadtmission, die Bedeutung der Weiterführung:
„Die Arbeit des PSZ Rostock ist für unsere Stadt und für Mecklenburg-Vorpommern unverzichtbar. Traumatisierte Geflüchtete brauchen spezialisierte Unterstützung, die im Regelsystem so nicht vorhanden ist. Dass wir das PSZ nun unter dem Dach der Stadtmission weiterführen können, ist ein wichtiges Signal für die Menschen, die nach der Flucht dringend Hilfe benötigen. Zugleich entsteht damit eine starke diakonische Struktur: Alle Psychosozialen Zentren in Mecklenburg-Vorpommern sind nun unter dem Dach der Diakonie angesiedelt." 

Die Fördereinbrüche haben dennoch spürbare Folgen u.a. in der Kunsttherapie, im Kinder- & Jugendbereich und der muttersprachlichen Beratung. 
Unseren Standort in der Blücherstraße mussten wir aufgeben und sind nun wieder "alle unter einem Dach" in der Paulstraße vertreten. Die ersten Maiwochen haben wir hier mit Umzug, Umgestaltung und Umbruch verbracht, sodass wir nun tatkräftig in das neue Projekt starten können.

Um das PSZ-Angebot wieder aufzubauen, sind dringend Spenden benötigt. Unterstützt uns gerne weiterhin!